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Das Staatliche Naturkundemuseum Karlsruhe gehört zu den markanten Gebäuden rund um den Schlossplatz. Die klassisch gegliederte Fassade mit ihren symmetrischen Fenstern und dem zentralen Eingangsbereich prägt das Bild dieses Bereichs der Innenstadt. Im Vordergrund sorgt der Brunnen mit seiner hohen Fontäne für Bewegung und Tiefe im Bild. Die geschwungenen Beckenränder führen den Blick direkt auf das Gebäude und schaffen eine klare Bildachse. Die Kombination aus Wasser, gepflegten Grünflächen und historischer Architektur zeigt das Museum nicht isoliert, sondern eingebettet in den öffentlichen Raum. Das Naturkundemuseum steht für Wissenschaft und Forschung, ist aber gleichzeitig ein offener Ort mitten in der Stadt – gut erreichbar, gut sichtbar und fest verankert im kulturellen Leben Karlsruhes.
Am Carl-Friedrich-Brunnen richtet sich der Blick auf das Schloss – Ursprung der barocken Stadtanlage und Zentrum des Fächergrundrisses. Wasserfläche und Schlossachse bilden hier eine klare, fast zeitlose Komposition. Die Europahalle steht für die großen Veranstaltungen der Stadt – Sport, Kultur und gemeinsame Erlebnisse unter markanter Architektur. Aus der Drohnenperspektive zeigt sich der Citypark als junges, urbanes Quartier: moderne Wohnbauten, großzügige Grünflächen und klare Wegeführungen. Der See im Citypark bringt Ruhe in die Geometrie – ein Spiegel für Himmel und Architektur zugleich. Die Günther-Klotz-Anlage hingegen ist Landschaftspark: weite Wiesen, alte Bäume und offene Räume prägen das Bild. Im Garten der Religionen schließlich verdichtet sich der Gedanke des respektvollen Miteinanders – ein stiller Ort der Begegnung unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Karlsruhe erscheint hier als Stadt der klaren Linien und offenen Räume – historisch gewachsen und zugleich modern gestaltet.
Der Indianerbrunnen am Werderplatz wurde 1927 fertiggestellt. Entworfen hatte ihn der Karlsruher Stadtbaudirektor Friedrich Beichel, ausgeführt wurde die Skulptur von August Meyerhuber aus Travertin. Der Brunnen verdeckt eine bereits 1925 errichtete öffentliche Toilettenanlage, die aufgrund der damaligen Kanalisation nicht vollständig unterirdisch angelegt werden konnte. Gleichzeitig dient er als Marktbrunnen für den Werderplatz. Die Skulptur zeigt zwei Gesichter: Auf der zur Johanniskirche gewandten Südseite das ernste Gesicht eines Sioux-Indianers, auf der gegenüberliegenden Seite das lächelnde Porträt Friedrich Beichels selbst. Als der Entwurf 1924 veröffentlicht wurde, kam es im Stadtteil zu Protesten. Teile der Bevölkerung wollten nicht als „Indianer“ bezeichnet werden – eine Bezeichnung, die im Umfeld des Eisenbahnerviertels auch abwertend verstanden wurde. Heute hat sich der Begriff gewandelt: Die Bewohner der Südstadt werden noch immer als „Südstadt-Indianer“ bezeichnet – inzwischen häufig mit einem gewissen Stolz. Der Brunnen ist Teil des Südstadt-Wappens und steht unter Denkmalschutz.
Der 72-minütige Film „Karlsruheerleben“ von Jürgen Weissgerber ist als persönliche filmische Chronik der Stadt Karlsruhe entstanden. Ausgangspunkt war die Faszination für die Gründungsidee der Fächerstadt und ihre Entwicklung von der markgräflichen Residenz bis zur heutigen Technologie-, Rechts- und Wissenschaftsstadt. Historische Hintergründe verbinden sich im Film mit aktuellen Luftaufnahmen, Timelapse-Sequenzen und atmosphärischen Stadtbildern zu einem ruhigen, kontinuierlichen Porträt. Das Projekt wurde vollständig eigenständig realisiert – von der historischen Recherche über Dreh, Schnitt und Farbgestaltung bis zur gesprochenen Kommentierung. Neben klassischen Drohnenaufnahmen kamen auch eigens entwickelte, fließende Kamera- und Zoombewegungen zum Einsatz, bei denen verschiedene Brennweiten kombiniert wurden, um räumliche Tiefe und Kontinuität innerhalb einer Bewegung erlebbar zu machen. Ergänzt werden diese Perspektiven durch aufwendig produzierte Timelapse-Sequenzen, die Tages- und Jahreszeiten sichtbar machen und dem Film seinen ruhigen, gleitenden Charakter verleihen. Die Arbeit an diesem Film war körperlich nicht selbstverständlich. Gesundheitliche Einschränkungen begleiteten die Entstehung über mehrere Jahre hinweg. „Trotzdem“ wurde dabei zum Leitmotiv – als bewusste Entscheidung, ein begonnenes Werk konsequent zu Ende zu führen und nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben. „Karlsruheerleben“ versteht sich nicht als touristischer Imagefilm, sondern als filmisches Porträt einer Stadt, deren Identität aus Geschichte, Recht, Wissenschaft, Kultur und Natur gleichermaßen erwächst – erzählt aus einer sehr persönlichen und unabhängigen Perspektive. Der Film folgt der Geschichte Karlsruhes von der Legende um Markgraf Karl Wilhelm über die klassizistische Prägung durch Friedrich Weinbrenner bis hin zu Institutionen wie dem Bundesverfassungsgericht, dem KIT oder dem ZKM. Neben bekannten Wahrzeichen rücken bewusst auch stille Orte, landschaftliche Räume und weniger beachtete Details in den Fokus. So entsteht ein Blick auf Karlsruhe, der Geschichte und Gegenwart nicht trennt, sondern als gewachsene Einheit versteht.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zog 1969 in diese Gebäude am Schlossplatz ein. Der Bau von Paul Baumgarten steht für eine transparente, moderne Architektur der Nachkriegszeit. Großzügige Glasflächen und klare horizontale Linien prägen das Erscheinungsbild. Der Baukörper wirkt offen und zurückhaltend – bewusst ohne monumentale Inszenierung. Als Hüter des Grundgesetzes steht das Gericht für die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Der Standort in Karlsruhe unterstreicht die Rolle der Stadt als Zentrum der deutschen Rechtsprechung. Der Bundesgerichtshof hat seinen Sitz im ehemaligen Erbgroßherzoglichen Palais. Das Gebäude wurde im späten 19. Jahrhundert im Stil der Neorenaissance errichtet und zeigt eine repräsentative, historistische Architektur. Die reich gegliederte Fassade mit Kuppel, Figuren und plastischen Details steht im deutlichen Kontrast zur modernen Klarheit des Bundesverfassungsgerichts. Seit 1950 ist der Bundesgerichtshof hier untergebracht. Als oberstes Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit ist er Teil der bundesweiten Justizstruktur – und prägt das Bild Karlsruhes als „Residenz des Rechts“.
hat viele Jahre in Karlsruhe gelebt und begleitet die Stadt seit 2012 fotografisch. Karlsruheerleben ist eine langfristige Dokumentation von Architektur, Stadträumen und Wandel – aus persönlicher Verbundenheit und mit bewusstem Blick.
